brunettemovie: Fack Ju Göhte – Final Fack

Nach zwei Jahren des langen Wartens ist es endlich soweit – der neue und letzte Teil der Fack ju Göhte-Trilogie flimmert über die Leinwand! Unter dem Titel Final Fack stellen Zeki MüllerChantal und Co. die Goethe Gesamtschule auf den Kopf und der Trailer verspricht schon einen Lacher nach dem anderen. Meine Befürchtung war, dass damit schon die Highlights des Films aufgegriffen wurden und der Film dann eigentlich nur noch langweilig ist – hat man ja oft bei Komödien. Aber ich kann euch beruhigen: So war es nicht! Aber worum geht’s?

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Foto: https://media.services.cinergy.ch/media/box1600/c4d8b9c315e7cc2601fb875e04d87ee02f6b9650.jpg

Um die Goethe Gesamtschule steht es schlecht: Bei der aktuellen Schulinspektion schneiden sie schlecht ab: Graffiti-besprühte Wände, kaputte Mädchen-Toilette, der rauchende Zeki Müller (Elyas M’Barek) wird vom Schulinspektor auf dem Jungsklo erwischt und dann ergießt sich über ihn aus den Wassersprenklern, die bei Feuer angehen, auch noch rote Farbe über ihn – natürlich inszeniert von der Klasse 11. Hinzu kommen kaum Neuanmeldungen. Rektorin Gudrun Gerster (Katja Riemann) bekommt einige Auflagen, die sie innerhalb eines Monates erfüllen muss, sonst wird die Schule geschlossen. Unter anderem muss die Klasse 11 beweisen, dass sie Abitur-tauglich ist, es müssen diverse Schülerwettbewerbe gewonnen werden und die Schule muss mindestens fünf Neuanmeldungen verzeichnen. Und wer wird mit der ehrenvollen Aufgabe betreut? Natürlich Zeki. Nachdem ein Ausflug ins Berufsinformationszentrum mit der 11 fehlschlägt und keiner seiner Schüler weiß, was er oder sie später mal werden will und vor allem Schwänzen an der Tagesordnung steht, muss er tief in die Trickkiste greifen – natürlich ist seine Herangehensweise wieder sehr unkonventionell. So lässt er den vier größten Rabauken – Chantal (Jella Haase), Danger (Max von der Groeben), Zeynep (Gizem Emre) und Burak (Aram Arami) – einen Chip implantieren, um sie wie Hunde aufspüren zu können, falls sie mal wieder schwänzen. Doch dass genau das Chantals Leben retten wird, hätte er wohl auch nicht gedacht. Aber wird Zeki die Auflagen des Schulprüfers erfüllen und die 11 erfolgreich zum Abitur bringen können?

Lange Inhaltsangabe, aber es ist schwer, die Story kurz zusammenzufassen. Und es fehlt noch so viel mehr! Der Film greift vor allem das sensible Thema Mobbing auf. Denn es wird gehänselt was das Zeug hält, ein paar Mal entwischt ein Junge dem Tod und auch Frau Leimbach-Knorr (Uschi Glas) bekomm wieder ihr Fett weg. Aber es wird ebenfalls indirekt gemobbt, denn wie sagt Chantal so schön: „Es ist auch Mobbing, wenn keiner an einen glaubt.“ Es wird eine Anti-Mobbing-Kampagne aufgebaut und es findet eine Info-Veranstaltung statt, bei der einige traurige Dinge ans Licht kommen. Das sorgt für den einzigen nachdenklichen Moment im Film, bei dem einen fast die Tränen kommen.

Ansonsten jagt tatsächlich ein Lacher den nächsten. Natürlich sind die Witze sehr, sehr flach und teilweise auch grenzwertig, aber das macht ja den Humor von Fack ju Göhte aus. Der dritte Teil hat mir bisher am besten gefallen, die anderen beiden konnten mich nicht ganz so überzeugen. Vielleicht liegt es daran, dass ich in dem alltäglichen Wahnsinn mal einen realitätsfernen Wahnsinn gebraucht habe 😉 Mir kommt Danger in diesem Film noch dümmlicher vor als in den anderen beiden. Da ich die aber nicht mehr komplett auf dem Schirm habe, kann ich mich auch irren. Max von der Groeben spielt auf jeden Fall sehr genial – denn das ist auch eine Kunst, einen 17-Jährigen wie ein Kindergartenkind wirken zu lassen. Was mich immer noch wundert, dass er tatsächlich eines der schlausten Mädels der 11 datet und sie wirklich auf ihn steht…

Da Karoline Herfurth als Frau Schnabelstedt leider fehlt, muss natürlich ein weiblicher Gegenpart zu Zeki Müller her. Den spielt Sandra Hüller als Frau Enzberger, die in der Tat Zeki Konkurrenz macht. Genauso verrückt und genauso unkonventionell geht sie Dinge an. Wieso nicht mal bei einem Junggesellinenabschied die Nacht durchzechen und am nächsten Tag direkt von der Party verkatert und mit einer Alkoholfahne in der Schule erscheinen? Elyas M’Barek ist in diesem Film allerdings nicht so präsent wie in den anderen beiden. Sonst sticht er bzw. sein Charakter als Typ stark heraus, diesmal ist er natürlich auch wieder im Vordergrund, aber doch etwas blasser als sonst.

Das Ende lässt leider keine Zweifel offen: Final Fack ist definitiv der letzte Teil. Schade, möchte man sagen, doch ich glaube, nach drei Teilen ist die Geschichte wirklich auserzählt. Irgendwann würden sich die Witze auch wiederholen und dann wäre der ganze Reiz der Reihe hinüber. Also lieber ein fulminanter Abschied als einer, der die erfolgreiche Reihe mit einem faden Beigeschmack zurücklässt.

Wer die ersten beiden Filme der Fack ju Göhte-Reihe mochte, dem wird der dritte Teil auch gefallen – also ab ins Kino, falls noch nicht geschehen!

Habt ihr Final Fack schon gesehen? Wie gefällt er euch? Findet ihr es schade, dass doe Reihe nun zu Ende ist?

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