brunetteseries: How To Get Away With Murder

Ich habe eine neue Lieblingsserie! How To Get Away With Murder wollte ich ja damals schon auf VOX sehen, als der Sender die Serie ausgestrahlt hat, aber da kam mir dummerweise der Urlaub dazwischen (natürlich nicht dummerweise, Urlaub ist toll 😀 ). Ich hab zwar danach irgendwann mal reingeschalten, aber nichts verstanden und deshalb nach den ersten 5 Minuten wieder den Fernseher ausgemacht. Aber neugierig war ich trotzdem auf die Serie und wollte sie immer sehen, aber ich hab’s einfach nicht gemacht. Ende Juli war es dann endlich soweit und ich hab mir die erste Folge angeschaut. Dass HTGAWM meine Erwartungen voll und ganz erfüllt hat, könnt ihr euch ja bestimmt denken, wenn es nun eine meiner Lieblingsserien ist. Aber um was geht’s denn?

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Foto: http://www.imaginary-lights.net/wp-content/uploads/2016/11/how-to-get.jpg

Annalise Keating (Viola Davis) ist die meist bewunderte und gleichzeitig meist gefürchtete Professorin an der Middleton Law School. Neben ihrer Lehrtätigkeit ist sie auch als Strafverteidigerin tätig. In ihrem Strafverteidigungskurs, den sie auch „How To Get Away With Murder“ nennt, ernennt sie jedes Jahr gleich zu Beginn die vier besten Studenten, die während des Uni-Jahres mit ihr in ihrer Kanzlei arbeiten dürfen. Doch dieses Jahr sind es fünf, was die meisten verwundert. Denn neben Michaela Pratt (Aja Naomi King), Laurel Castillo (Karla Souza), Connor Walsh (Jack Falahee) und Asher Millstone (Matt McGorry) wird als Nachzügler auch Wes Gibbins (Alfred Enoch) in die Kanzlei berufen. Und genau das wird Annelise noch zum Verhängnis. Denn ihre Studenten begehen einen Mord – nur gut, dass sie bei ihr lernen, wie man ihn am besten vertuscht, oder?

Die Serie ist einfach nur super spannend! Ich weiß gar nicht, wie lange es schon her ist, dass ich bei einer Serie zum „Binge Watcher“ wurde. Fast jede Folge endet mit so einem fiesen Cliffhanger, dass man einfach immer weiter schauen muss. Allein die erst Folge regt schon durch ihren Einstieg die Neugier an. Denn den Zuschauern wird sofort präsentiert, dass vier Leute einen Mord begangen haben, den sie nun vertuschen wollen. Das ist die Gegenwart, aber in jeder Folge springen wir in die Vergangenheit vor dem Mord, der uns langsam darauf vorbereitet, wieso das alles passiert ist. Wir lernen alle Charaktere besser kennen und können nach und nach den Mord besser einsortieren. Auch, wieso es ausgerechnet diese Person getroffen hat, denn das ist erstmal ziemlich schockierend, wenn man die Leiche am Ende der ersten Folge sieht. Während der einzelnen Folgen wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart ab, sodass man als Zuschauer mehr als neugierig wird, wieso es denn nun zum Mord kam und ob die vier tatsächlich damit davonkommen.

Pro Folge wird ein Fall von Annalise angenommen und vor Gericht verhandelt, meist zugunsten ihres Klienten. Bei den Erfolgen vor Gericht helfen ihr nicht nur ihre fünf Studenten, sondern auch ihre Mitarbeiter Bonnie Winterbottom (Liza Weil) und Frank Delfino (Charlie Weber), wobei Frank kein Anwalt ist. Gerade er hilft Annalise den ein oder anderen Fall zu lösen, der unlösbar scheint und wird deshalb oft von ihr mit Spezialaufträgen weggeschickt. Frank ist außerdem ein Frauenheld, der nicht nur einmal eine von Annalises Studentinnen verführt hat. Dieses Jahr ist Laurel sein Opfer, aber die weiß sich entschieden zu wehren.

Bonnie hingegen ist eher ein Mauerblümchen, will ihre Arbeit mehr als korrekt erledigen und man hat den Eindruck, dass sie alleine nicht viel auf die Reihe bekommt. Ohne Annalise wäre sie vermutlich nur halb so erfolgreich. Die fünf Studenten haben alle ganz unterschiedliche Charaktere. Connor ist homosexuell und lebt das auch sehr offen aus. Dass er damit tatsächlich den ein oder anderen Fall lösen kann, ist für die Kanzlei sehr praktisch. Michaela ist das komplette Gegenteil. Sie ist verlobt und bereitet ihre Hochzeit vor, weshalb sowohl ihr Verhalten als auch ihr Kleidungsstil etwas bieder wirken. Sie und Connor haben die größten Probleme damit, gerade einen Menschen umgebracht zu haben und den Mord auch noch vertuschen zu wollen. Weniger „weich“ sind Laurel und Wes. Laurel stammt aus einer reichen Familie und recht hart im Nehmen. Sie trifft ihre eigenen Entscheidungen und denkt dabei logisch, statt sich von ihren Gefühlen leiten zu lassen. Wes ist zwar ein sehr gefühlsbetonter Mensch, aber meist nimmt bei ihm das logische Denken überhand. Nur wenn er selbst emotional von einer Situation betroffen ist, blendet er das Rationale aus. Er ist neben Annalise die zweite Hauptfigur, um die sich alles dreht. Und dann ist da noch Asher… Der ist ein wirklich komischer Typ. Er ist sehr von sich eingenommen und bringt eine sexuelle Bemerkung nach der anderen. Doch tief in seinem Inneren ist er auch ein Sensibelchen und ein Papasöhnchen, das nicht bemerkt, was um ihn herum abläuft. Er wirkt auf den ersten Blick unsympathisch, doch im Laufe der Staffel sieht man auch seine guten Seiten.

Die zentrale Figur der Serie ist aber Annalise. Sie ist eine Person, die man einerseits bewundert, aber andererseits abstoßend findet. Annalise ist eine hervorragende Anwältin, ohne Zweifel. Sie verliert nur sehr selten und sie setzt auch alles daran, dass ihre Klienten heil aus der Sache herauskommen, egal, was sie angestellt haben. An solch einem Ehrgeiz ist nichts auszusetzen, oder? So eine Anwältin wünscht sich jeder. Doch das Problem ist, dass Annalise keine Grenzen kennt. Sie lässt Frank illegale Dinge erledigen und das Schlimme ist, dass sie bei ihrer Verteidigung auch über Leichen geht. Je nachdem, wie die Dinge stehen, scheut sie sich nicht, auch geliebte Menschen zu opfern und die Schuld zuzuweisen. Ihre skrupellose Verhaltensweise ändert aber nichts daran, dass ihre Studenten alles dafür tun, um von ihr die Trophäe zu erhalten, die derjenige bekommt, der sie am meisten beeindruckt. Um eben diese Trophäe zu erlangen, zwingt sie indirekt auch ihre Studenten dazu, skrupellose Taktiken anzuwenden, um an Informationen zu kommen. Annalise ist ein Mensch, den man sowohl liebt als auch hasst – denn unter ihrer harten Schale befindet sich ein weicher Kern.

Genau das macht die Serie aus. Immer wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer oder härter kommen, haut Annalise noch einen drauf. Doch auch gerade die Geschichte um den Mord, der vertuscht werden soll, macht HTGAWM extrem spannend. Schaffen es die vier tatsächlich? Wieso haben sie diese Person umgebracht? Gerade als dann die überraschende Wendung kommt, wird es wieder sehr interessant, wie die Geschichte nun weitergeht. Die Macher der Serie verstehen es auf jeden Fall perfekt, mit allen möglichen Gefühlen der Zuschauer zu spielen: von Freude über Entsetzen, Neugier und Überraschung bis hin zu Trauer ist alles mit dabei. Fast jede Folge endet mit einem Cliffhanger, sodass man einfach weiterschauen muss, weil man es vor Spannung einfach nicht aushält. Leider ist das auch bei der letzten Folge der ersten Staffel so, denn da ist der Cliffhanger wirklich richtig fies. Da hätte ich mir die zweite Staffel auf Netflix gewünscht 😀

Ich finde die Serie einfach klasse und kann sie jedem empfehlen, der auf Krimi, Thriller und Spannung steht.

Habt ihr How To Get Away With Murder geschaut? Wie findet ihr die Serie? Auch so spannend wie ich?

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2 thoughts on “brunetteseries: How To Get Away With Murder

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